© Michael Succow Stiftung

8.2.2026 News Wildere Natur

Die Karrendorfer Wiesen im Winterschlaf

Der Winter hat die Karrendorfer Wiesen in eine besondere Stille gehüllt. Als Küstenüberflutungsmoor geprägt vom Wechselspiel aus Wasser, Wind und Weite, zeigt sich dieser Teil der Lebenslandschaft Vorpommern in der kalten Jahreszeit von einer ganz eigenen Seite. 

Spuren im Schnee zeigten verborgene Wege 

Der Schnee blieb dieses Jahr ungewöhnlich lange unberührt liegen und eröffnete uns neue Einblicke in das Leben der Karrendorfer Wiesen. Wir konnten die Spuren von Hasen, Rehen und Füchsen verfolgen. Es entstand ein feines Netz aus Wegen mit sichtbar gewordenen Bewegungsmustern der Tiere, die sonst eher im Verborgenen bleiben. 

Vogelzählungen zwischen Eis und Eiskante 

Mit dem Zufrieren der Wasserflächen wurde es auch in der Vogelwelt spürbar ruhiger. Da unser Schwerpunkt im Winter auf Wasservogelzählungen liegt, sind die Sichtungen naturgemäß geringer als in den wärmeren Monaten. Wo kein offenes Wasser ist, sammeln sich auch keine Wasservögel. Einige Sing- und Höckerschwäne sowie verschiedene Entenarten hielten sich an der Eiskante auf, wo Wind und Strömung kleine offene Wasserflächen freihielten. 

Und doch entfaltete diese Jahreszeit ihren ganz eigenen, leisen Zauber: Wo keine Vögel zu zählen sind, luden knirschender Schnee und weite Horizonte dazu ein, die besondere Winterlandschaft zu erkunden und ihre stille Schönheit zu genießen.

 

Die Karrendorfer Wiesen im Winter © Michael Succow Stiftung